Die Hei­lung bes­ser verstehen

Dank des Reha­zen­trums konn­te die Pfer­de­wir­tin nach einem Reit­un­fall schnel­ler gesund werden

Aus Stadt­ma­ga­zin Haus­post August 2022

Schwe­rin • Den Tag ihres Reit­un­falls wird Nina Deutsch­mann so schnell nicht ver­ges­sen, soll­te er doch ihr wei­te­res Leben nach­hal­tig beein­flus­sen. Am 14. März die­ses Jah­res wur­de die gelern­te Pfer­de­wir­tin von einem ihrer Tie­re aus dem Sat­tel gewor­fen und brach sich dabei den rech­ten Oberschenkel.

Ergeb­nis der Reha nach Reit­un­fall: Knie­beu­gen auf dem Pezziball

„Schon tau­send­mal bin ich vom Pferd gefal­len, die­ses Mal war der Sturz rich­tig blöd“, schil­dert die 19-Jäh­ri­ge den Schick­sals­schlag. „Mein Bein war ver­dreht und die Schmer­zen beim Umle­gen auf die Tra­ge des Ret­tungs­wa­gens waren uner­träg­lich“, erzählt sie. Was dann folg­te, waren eine Ope­ra­ti­on mit ein­wö­chi­gem Kran­ken­haus­auf­ent­halt und anschlie­ßen­der Reha. Die­se fand zunächst in Rolofs­ha­gen und auf Emp­feh­lung dann im Reha­zen­trum Schwe­rin statt. „Am Anfang konn­te ich mein Knie nicht beu­gen, das Bein schlecht kon­trol­lie­ren und muss­te Krü­cken benut­zen”, erzählt die jun­ge Frau. Heu­te läuft sie ohne Hilfs­mit­tel und ist so gut wie schmerzfrei. 

Auf die­sem Weg waren die The­ra­peu­ten des Reha­zen­trums nicht nur Beglei­ter, son­dern auch Bera­ter. „Durch die Gesprä­che und die indi­vi­du­ell auf mei­ne Arbeits­be­las­tun­gen aus­ge­rich­te­ten Übun­gen hat sich nicht nur mein kör­per­li­cher Zustand ver­bes­sert, ich habe auch den Hei­lungs­pro­zess bes­ser ver­stan­den und sei­ne Dau­er akzep­tiert. Vier bis fünf Stun­den täg­lich ver­brach­te Nina bis zum Ende der Reha­maß­nah­me an den Gerä­ten und in den The­ra­pie­räu­men in der Wup­per­ta­ler Stra­ße. Vor ihr liegt der Plan mit den Anwen­dun­gen für Arbeits­the­ra­pie, Kranken­gymnastik oder Iso­ki­ne­tik. „Das Gute hier ist, dass mir die The­ra­peu­ten vie­le Übun­gen gezeigt haben, die ich zu Hau­se wei­ter­füh­ren kann“, freut sich Nina Deutsch­mann. „So wur­de mein Ehr­geiz ange­kur­belt, schnel­ler wie­der gesund zu wer­den“, ergänzt sie. Stolz ist Nina dar­auf, Knie­beu­gen auf dem Pez­zi­ball aus­füh­ren zu kön­nen. „Ohne die genau zuge­schnit­te­nen Anlei­tun­gen durch die The­ra­peu­ten hät­te ich auch das bestimmt nicht geschafft.“

Text und Fotos: “Haus­post” Stef­fen Holz, Max­press